Sojerns Bericht „State of Destination Marketing 2026“: Die Messung der wirtschaftlichen Auswirkungen hat für Destinationsmanagementorganisationen (DMOs) angesichts der KI-Umwälzungen höchste Priorität.
Entdecken Sie Trends und Erkenntnisse aus der Destinationsbranche von über 350 Destinationsmarketingexperten weltweit, darunter, wie sich Destinationsmanagementorganisationen an knappere Budgets, das sich wandelnde Reiseverhalten und den Aufstieg der KI anpassen.
SAN FRANCISCO – 17. Februar 2026 – Sojern, die führende digitale Marketingplattform für das Gastgewerbe, die kürzlich von RateGain übernommen wurde, gab heute die Veröffentlichung ihres Berichts „State of Destination Marketing 2026“ bekannt. Der Bericht untersucht, wie Destinationsmarketingorganisationen (DMOs) mit wirtschaftlichem Druck, steigenden Leistungserwartungen und dem sich beschleunigenden KI-gesteuerten Wandel in der Reisebranche umgehen.
Basierend auf Erkenntnissen von über 350 Destinationsmanagementorganisationen (DMOs) weltweit zeigt der Bericht, dass die Messbarkeit der wirtschaftlichen Auswirkungen in der diesjährigen Umfrage die höchste strategische Priorität darstellt – noch vor Kennzahlen wie Besucherzahlen und Nutzerbindung. Destinationsmarketer stehen zunehmend unter Druck, einen konkreten Return on Investment nachzuweisen. Die Ergebnisse deuten auf einen breiteren Trend hin zu leistungsorientiertem Marketing, bei dem Verantwortlichkeit und messbare Ergebnisse eine immer zentralere Rolle in der Destinationsstrategie spielen.
„Reisevermarkter stehen mehr denn je unter Druck, messbare Erfolge nachzuweisen“, so Mark Rabe, CEO von Sojern. „Der diesjährige Bericht zeigt, wie Destinationsmanagementorganisationen (DMOs) diese Herausforderung meistern – indem sie Erfolgskennzahlen überdenken, gezielter investieren und ihre Strategien anpassen, um in einem von KI geprägten Umfeld, das die Informationssuche grundlegend verändert, sichtbar zu bleiben. Wir bei Sojern sind stolz darauf, Destinationen weltweit in dieser Phase des Wandels zu unterstützen und ihnen dabei Zuversicht und Klarheit zu vermitteln.“
Von Sichtbarkeit zu Wert: Leistung steht im Mittelpunkt
Die Möglichkeit , wirtschaftliche Auswirkungen zu messen, hat für Destinationsmanagementorganisationen (DMOs) einen höheren Stellenwert als traditionelle Kennzahlen wie Besucherzahlen und Nutzerbindung. Angesichts knapper werdender Budgets stellt sich Marketingverantwortlichen immer direkter die Frage: Fördert dies den Geschäftserfolg?
Weltweit sind Konversions- und ROI-Kennzahlen (72 %), Daten zu den wirtschaftlichen Auswirkungen (72 %) und Kundenbindungsdaten (41 %) für Stakeholder mittlerweile die wichtigsten Nachweise. In Nordamerika priorisieren 79 % der Destinationsmanagementorganisationen (DMOs) Hotelübernachtungen und Direkteinnahmen gegenüber Markenbekanntheit. In Europa, wo langfristiger Markenaufbau für 51 % der DMOs weiterhin wichtig ist, steht die Performance angesichts wachsender finanzieller Unsicherheit dennoch an erster Stelle: 31 % der DMOs geben an, dass ihre Finanzierung gefährdet ist. Im Nahen Osten, Asien und Afrika (AMEA) halten 88 % der DMOs die Konversion für die wichtigste Kennzahl.
Der Verkaufstrichter ist nicht linear, und Strategie auch nicht.
Die DMOs verteilen sich gleichmäßig auf phasenspezifische (47 %) und Full-Funnel-Kampagnenstrategien (47 %), wobei die Prioritäten regional variieren. In Nordamerika dominiert die Performance: 51 % der DMOs konzentrieren sich primär auf Aktivitäten im mittleren und unteren Bereich des Funnels, während 31 % Conversions als Hauptziel angeben (gegenüber 15 % im Vorjahr). Weltweit ist der Fokus auf Markenbekanntheit stark gesunken, von 59 % im Jahr 2025 auf 25 % im Jahr 2026. Dies wirft Fragen nach den langfristigen Folgen unzureichender Investitionen in die Markenpräsenz auf.
KI verändert die Datenerfassung – und DMOS reagieren darauf.
Künstliche Intelligenz ist keine Zukunftsfrage mehr. Mehr als die Hälfte der Destinationsmanagementorganisationen (51 %) geben an, sich Sorgen um die durch KI verursachten Umwälzungen im Suchbereich zu machen oder sich aktiv darauf vorzubereiten, und 31 % erwarten, dass ihre Website zu einer „maßgeblichen Quelle“ für KI-generierte Antworten wird.
Die Einführung von KI schreitet rasant voran. Zwei Drittel der Destinationsmanagementorganisationen (DMOs) (66 %) nutzen KI mittlerweile zur Unterstützung der Content-Erstellung, während der Einsatz von KI für Datenanalyse und -auswertung innerhalb nur eines Jahres von 28 % auf 51 % gestiegen ist. Dennoch ist der Reifegrad weiterhin uneinheitlich: 16 % geben an, KI überhaupt nicht einzusetzen.
Personalisierung, Daten und die Ressourcenlücke
Trotz wachsender Bemühungen ist der Fortschritt bei der Personalisierung ins Stocken geraten. Nur 9 % der Destinationsmanagementorganisationen (DMOs) bezeichnen ihre Werbung als „fortschrittlich“, während der Anteil derjenigen, die lediglich grundlegende Personalisierung anbieten, im Jahresvergleich von 14 % auf 22 % gestiegen ist.
Daten genießen zwar hohes Vertrauen, werden aber untergenutzt. Destination-Management-Organisationen (DMOs) geben an, dass Daten den größten Nutzen in der Planungsphase (45 %) und im Reporting nach Kampagnenabschluss (44 %) bieten. Nur 7 % sehen jedoch die wichtigste Rolle von Daten während der laufenden Kampagnendurchführung. Demografische Daten (74 %) sind weltweit weiterhin der wichtigste Input für das Targeting, während in Europa stärker auf Zielgruppen- und Besucherfrequenzdaten gesetzt wird. Die Region AMEA ist führend bei fortschrittlicheren Taktiken: 78 % nutzen Verhaltens- und Destinationsanalysen und 56 % psychografische Daten für personalisiertes Marketing im großen Stil.
Kanäle zurückgesetzt, nicht ersetzt
Bezahlte Social-Media-Werbung ist nach wie vor der meistgenutzte digitale Kanal: 88 % der Destinationsmanagementorganisationen (DMOs) weltweit investieren darin. Instagram und Facebook bilden weiterhin die Eckpfeiler von Social-Media-Strategien ( Nutzungsrate: 97 % bzw. 90 %), während die Nutzung von YouTube auf 55 % gestiegen ist und damit dessen Bedeutung für Inspiration und Kaufentscheidung unterstreicht.
Die Kanalstrategien werden selektiver. Der Anteil von Display-Werbung sank von 75 % im Jahr 2025 auf 45 % im Jahr 2026, während die Nutzung von TikTok von 49 % auf 28 % zurückging. Dies deutet auf einen stärkeren Fokus auf Kanäle hin, die die Performance deutlich besser unterstützen. Obwohl Connected TV (CTV) heute weniger Teams als primären Kanal priorisieren, geben 58 % der Destination-Management-Organisationen (DMOs) weiterhin an, dass CTV in ihrem gesamten Medienmix eine gewisse bis entscheidende Bedeutung hat.
Warum Genossenschaften immer noch wichtig sind
Kooperatives Marketing bleibt ein entscheidender Hebel. 80 % der Destinationsmanagementorganisationen (DMOs) führen Kooperationskampagnen durch, vor allem um ein breiteres Publikum zu erreichen (70 %), das Gesamtinvestitionsvolumen zu erhöhen (64 %) und Kosten zu teilen (63 %). Die Komplexität stellt jedoch weiterhin eine Hürde dar: 27 % der DMOs geben an, dass das Partnermanagement für kleine Teams zu schwierig sei.
Der diesjährige Bericht wurde in Zusammenarbeit mit Dynata erstellt und von Brand USA, der US Travel Association, Destinations International, Destination Canada, der Europäischen Reisekommission, City DNA, der Caribbean Tourism Organization und der Pacific Asia Travel Association (PATA) unterstützt.
Die vollständigen Ergebnisse und die Methodik der Umfrage können Sie im Bericht „State of Destination Marketing 2026“ einsehen.